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Der Dorfmeister

Die Werbegemeinschaft am Alten Bahnhof hatte sich überlegt, wie mehr für die Entwicklung und den Zusammenhalt des Ortsteils getan werden könnte. Daraus entstand dann die Idee zu einem "Dorfmeister". Andrè Lipinski hat diese Tätigkeit im April übernommen, die zunächst einmal auf zwei Jahre befristet ist. Aber was ist ein Dorfmeister? Im Gespräch mit Andrè Lipinski und auch Frau Wiebecke-Nötzel, der stellvertretenden Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Alter Bahnhof, stellte sich dies ganz schnell heraus. Es gibt immer wieder Fragen z. B. von Anwohnern, wenn ihnen in ihrem Umfeld etwas auffällt. Oft wissen sie aber nicht, an wen sie sich damit wenden sollen, wenn z.B. der Bordstein zur Gefahrenquelle wird. In diesen Fällen informiert der Dorfmeister die zuständigen städtischen Ämter, damit diese den Schaden beheben können. Oder es ist schon mal eine Glühbirne in einem der Geschäfte auszuwechseln. Ein nicht zu unterschätzendes Ärgernis war und ist die oft unerfreuliche Hinterlassenschaft der Hunde. Andrè Lipinski spricht dann die Tierhalter darauf an, sich um die Hinterlassenschaften ihrerdorfmeister vierbeinigen Freunde zu kümmern. Und auch Frau Wiebekke - Nötzel hat bestätigt, dass der Alte Bahnhof seit April wesentlich sauberer geworden ist. Der Weg zeigt Erfolge. Der Dorfmeister ist also Mittler zwischen den verschiedenen Interessengruppen und Helfer in vielen kleineren und größeren Angelegenheiten. Und er tut dies gerne. Er fühlt sich wohl, jeden Tag mit den Menschen Kontakt zu haben, Ansprechpartner zu sein und so mit zur Lebendigkeit des Alten Bahnhofs beizutragen. Viele Menschen kennen ihn mittlerweile und wenden sich mit ihren kleineren und größeren Anliegen an ihn. Frau Wiebecke-Nötzel bestätigte ebenfalls, dass dies so gut angenommen worden ist, dass die Werbegemeinschaft auf jeden Fall die Stelle über die zwei Jahre hinaus verlängern und zu einer Dauereinrichtung machen will. Vielleicht mit dem Dorf zusammen? Auch dies würde die Einheit Langendreers auf Dauer stärken und die Bedeutung unseres Stadtteils über die Grenzen hinaus tragen. Mit Aktionen wie dem Herbstfest am 10. Oktober, dessen Organisation und Durchführung überwiegend in seiner Hand lag, hat Andrè Lipinski sein "(Dorf-) Meisterstück" abgelegt. Mögen noch viele Aktivitäten in dieser Art folgen. Der Alte Bahnhof kann froh darüber sein, mit ihm jemanden gefunden zu haben, dem die Menschen am Herzen liegen und der bereit ist, sich dafür engagiert einzusetzen.
Gaby Köchling
 
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