Peter Beckmann bei Kunstmeile dabei:
Der Langendreerer Totentanz
Die ersten Totentänze entstanden während der schweren Pestepidemien im Mittelalter. Zunächst wurden der Tod und die Sterbenden in einem Reigen oder Rundtanz dargestellt. Später dann wurden die Totentänze hierarchisch geordnet, d.h. der Tod "sprach" mit den Personen der Wichtigkeit nach und nahm sie auch in dieser Reihenfolge mit. Die Folgen begannen damals meist mit dem Papst, dann kamen Kaiser, Kaiserin, König und Königin und dann "abwärts" bis zu den "Letzten" - Knecht, Mutter, Kind. Der Bochumer Künstler Peter Beckmann hat bereits eine Reihe von Totentänzen geschaffen, 1981 eine Aktualisierung des "Totentanz von Basel", "Noch ein Totentanz" (1989), "Totentanz 2008", "Ein ländlicher Totentanz" (ebenfalls 2008), "Ein Totentanz der Berge" (2009). Jetzt hat Beckmann einen städtischen Totentanz fertig gestellt. Dieser städtische Totentanz ist wie die mittelalterlichen Totentänze hierarchisch gegliedert, nur beginnt es jetzt mit dem Reichtum, es folgt die Verwaltung, die Politik usw. Dabei werden hinter die Agierenden (also Tod und ….) Bauten gesetzt, die im Falle dieses städtischen Totentanzes meist aus Langendreer sind, so beim Reichtum ein Förderturm der (ehemaligen) Zeche Mansfeld, bei der Verwaltung ist das (ehemalige) Amtsgericht von Langendreer zu sehen, bei der Politik das Amtshaus, …Deshalb kann man auch ohne Weiteres sagen: Dieser städtische Totentanz ist "Der Totentanz von Langendreer", selbst wenn sich auch einige Bauten aus Bochum in dieser Folge befinden, wie z.B. Arbeitsamt und Stadion, die in dieser Art nicht in Langendreer zu finden sind - dennoch "Der Langendreerer Totentanz". Die 16 Zeichnungen werden vom 25. April bis 15. Mai in der Christuskirche in Langendreer im Kirchenschiff ausgestellt. Anschließend sollen die Arbeiten, wenn das Presbyterium zustimmt, als Dauerinstallation im Turm der Christuskiche in Langendreer zu sehen sein. Öffnungszeiten sowohl bei der Ausstellung im Kirchenschiff als auch im Turm: vor und nach den Gottesdiensten und dienstags und freitags von 10 - 12 Uhr. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 25.April 2010, im Anschluss an den 11-Uhr Gottesdienst. Peter Beckmann ist anwesend. Peter Beckmann
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