In letzter Minute: Kaputt gespart!?
Sie ist zu alt (Jahrgang 1936?!), sie verbraucht etwas mehr Energie als andere, aber die Fenster sind dicht, die Duschen funktionieren, der Boden ist intakt, keinerlei Sicherheitsmängel sind bekannt - ist das die Basis für das finanzpolitische Kalkül der Stadt Bochum, die Turnhalle in der Bramheide am Werner Freibad der grassierenden Spar-auf-Kosten-der- Schwachen-Politik zu opfern? Nur bis zu den Sommerferien sei die Hallennutzung noch gesichert, laut Aussage von Herrn Retsch, Leiter des Sport- und Bäderamtes, beim Ortstermin am 1.3.2010. Für die Verlagerung der Nutzungszeiten und besonderer Sportgeräte scheint es keine realistische Lösung zu geben. Das zwangsweise kalkulierte Energie-Einsparpotential soll in einen neuen Eingang für das Freibad und in Parkplätze investiert werden. Neben dem kostspieligen Abriss (250.000 €!) der soliden Hallenkonstruktion scheint niemand zu beachten, dass auch der intakte Kiosk, die Aufenthaltsräume für die Bademeister und der für das Freibad notwendige Heizungsraum ebenfalls abgerissen und wieder neu gebaut werden müssten - oder? Damals hatten die Ingenieure die Heizungs- und Warmwasseranlage für die Halle und das Freibad zusammen installieren lassen. Es entstehen also Kosten allein nicht nur durch die Hallennutzung. Wollen oder können die Bezirksvertreter überhaupt diese differenzierte Betrachtung nachvollziehen, da sie bis zum 1.3.2010 keinerlei Fakten in Form von nachkontrollierbaren Zahlen vorgelegt haben - oder denkt darüber niemand nach? Für Techniker stellt die Optimierung der Heizungs- und Warmwasseranlage zu den kalkulierten Abrisskosten mit großer Sicherheit die Lösung des Problems dar! Aber es soll unbedingt diese Halle zu einem viel folgenschwereren Preis für junge und alte Bürger aus Werne und Umgebung geopfert werden - macht die Stadt eine solche Kalkulation? Schreiben Sie an die DOPO-Redaktion, was Sie zu diesem Thema bewegt. Wir bleiben wie immer wachsam.
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