Einladung zur Litera - Tour mit den
Bochumer Literaten
Poesie in Bewegung in der Stadt, die ein Buch im Wappen trägt In der Dämmerung, wenn hinter den Industriekathedralen des Reviers die Sonne untergeht, rollt im Jahr 2010 sechs Mal ein Literaturbus durch Bochums Straßen und Umland. Hier stellen Autorinnen und Autoren der Gruppe „Bochumer Literaten“ ihre eigenen Erzählungen und Gedichte vor. Die Stimme wird klar über Kopfhörer übertragen. So trübt kein Fremdgeräusch die literarische Hörerfahrung in fließender Bewegung. Keine Tour gleicht der anderen. Jede öffnet den Mitreisenden ein neues Gesicht der Stadt – den vorgestellten Texten entsprechend. Technik: Joachim Michaelis, Bochumer Gästeführer Dauer der Litera-Tour: mindestens 90 Minuten. Fahrpreis: 15 Euro (Imbiss nicht inklusiv) Abfahrt: Reisebusbahnhof Bochum / schräg gegenüber vom Stadtarchiv, Wittener Straße 47 Anmeldung ab sofort unter dem Stichwort „Literatur in Bewegung“ – Tel.: 0234 / 9766278
Die nächsten Fahrten: Juli Fr. 09.07.10 – 19:00 Rainer Küster, Michael Starcke
September Fr. 10.09.10 – 19:00 André Greilich, Heide Rieck, Helmuth Schönig
Oktober Fr. 08.10.10 – 19.00 Alma Lück, Friedrich Grotjahn, Anton Schlösser
Mehr über die „Bochumer Literaten“ erfahren Sie unter: www.atelier-reich.de/BoLit.html
2. LITERA-TOUR 2010 Bochumer Literaten – BoLit – im rollenden Bus am 8. Mai
Die Bochumer Literaten Anja Liedtke, Heide Rieck und Anton Schlösser haben zum deutschen Gedenktag der Befreiung von Terror und Krieg am 8. Mai 1945 als einzige Station ihrer literarischen Reise die Henrichshütte in Hattingen gewählt. Während der Fahrt durch die Abenddämmerung erreichte die Stimme der Autoren über Kopfhörer (somit durch kein Fremdgeräusch gestört) die Literaturfreundinnen und Literaturfreunde, die bereit waren, sich auf ein poetisches Hörerlebnis in Bewegung und auf die Impression in den Mauern einer Industriekathedrale einzulassen. Die LITERA-TOUR begann um 19.00 Uhr am Bochumer Reisebusbahnhof unter der Eisenbahnbrücke auf der Wittener Straße: Der Bus fuhr am Seniorenheim Albert-Schmidt-Haus, Heuverstrasse vorbei, wo Sonja Smarzly jetzt lebt. An diesem Ort beginnt die Erzählung über die Freundschaft der 13-jährigen Sonja aus Bochum mit der 17-jährigen Tonja aus Moskau. Auf der Fahrt über die Königsallee und hinweg über die Kosterbrücke bis nach Hattingen las Heide Rieck ihren Text „Jenseits des Stacheldrahtes“, erschienen in „Doch seht wir leben – Vom inneren Widerstand – Zwangsarbeit 1939-1945“. An der HENRICHSHÜTTE wurde ausgestiegen, um die Kulisse des gigantischen Eisenwerks vergangener Zeit auf sich wirken zu lassen. In einer Werkshalle hat der Künstler Gereon Lepper sein Atelier. Hier traf man auf eine Veranstaltung der KUBISCHU. Es folgten im Wechsel Musik von Sandra Reekers, Gedichte von Anton Schlösser und eine Lesung von Heide Rieck aus dem Tagebuch des Ukrainers Anatoli Pilipenko, der vor seiner Verschleppung nach Deutschland davon geträumt hatte, Journalist zu werden. Das Werk entstand 1945 in Hattingen, nachdem das AEL (Arbeits-Erziehungs-Lager) der Henrichshütte durch amerikanische Truppen befreit worden war. Nachzulesen in “Lopatto – Pilipenko – Eine Spur von mir“, einer Gemeinschaftsarbeit von Herausgebern aus Hattingen und Bochum (u.a. Thomas Weiß, Heide Rieck). Nach einer Imbisspause waren „Wassergedichte“ von Anton Schlösser, Heide Rieck und Hellmut Lemmer zu hören. Während der Rückfahrt an der Ruhr entlang nach Bochum schlug Anja Liedtke mit ihrer Erzählung „Strömung“ den Bogen zur Gegenwart. Bochumer Literaten: www.atelier-reich.de/BoLit.html Zur Station Henrichshütte: www.kubischu.de
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