Ausgabe 116
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Inhalt

DOPO-Intern
Liebe Leserinnen, liebe Leser
Impressum
Anzeigenformate / Preise
Das DOPO-Menue
Hier gibt‘s die DOPO

Langendreer
Ehrenmal: Ganz ohne?                             
Naturparadies im Osten: Der Ümminger See
„Heimatstube“ im Amtshaus: Schatzkammer Langendreers
Drehorgelspiel in Langendreer
Weihnachtsmarkt im Dorf
Wunschzettel-Aktion
Bahnhofsprogramm
Luftbilder von Dr. Song
Urbanusschild vernachlässigt
Seniorentanzgruppe sucht Tänzerinnen
20 Jahre REWE Artmann
Willi Wachsam: Strecke nimmt Gestalt an
Gruß vom Bärlauch
Aufbrüche in Langendreer:
La Veccia Trattoria
Fishing Store
Mode-Boutique
Lesezeichen
Big Bufo
Aromafänger
Nuvolas
Innenräume - Lebensräume        
„Auf geht‘s. Langendreer!“
WAB: Bürgerfest im Sommer
Kinos in Langendreer
Müser-Brauerei Erinnerungen
Bahgolfsportclub Bochum
Übrigens: Kriegsgefangene für den Friedhof
Gespräch mit Rainer Einenkel (Betriebsratsschef von Opel)
Grüne Damen feiern 20-jähriges Jubiläum

Kultur
Ruhrgebietslektüre: Radio Heimat
Figurentheaterkolleg
Ruhrgebietsspiele
Babys in Bewegung
Haben SIe Geduld
Das Ruhrgebiet und seine Sprache
Mach weiter so, Achim
KulTurm nimmt Stellung
Karl Schuran: Der Schutzmann auf Streife, Gedichte
Ingrid Dressel: Der Anhalter
Frühling mit Frau Rasch
Ute Klemrath stellt aus
Uwe Paulsens „Ruhrbuch“ geschlossen
Die Kraft der Kunst neu entdeckt

Natur, Politik, Recht
Willi Wachsam: Empört euch!
Aktuelles aus der Sozialgerichtsbarkeit
Die umstrittene Alternative: Biosprit
 
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

da ist sie also unsere DOPO-Frühlingsausgabe 2011 – pünktlich an den diversen Verteilstellen in Langendreer (s.S. 66).
Und es gibt wieder Stoff ohne Ende über unseren Stadtteil und auch darüber hinaus. Besonders gern begrüßen wir all die neuen Anzeigenkunden, die mit ihrer Werbung unsere Stamminserenten ergänzen, die seit Jahren dafür sorgen, dass unsere DOPO sich ständig weiter entwickelte und stabilisierte.
Die Vielzahl der Artikel gibt Auskunft über ein munteres Stadtteilleben und über mutige Neueröffnungen - nicht nur im Bereich des Einzelhandels.
Dass in Langendreer kulturell eine Menge läuft, ist längst bekannt und hat sich über Langendreer hinaus herumgesprochen.
Was unserer Meinung nach noch fehlt, ist eine besser koordinierte Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen, kulturellen Initiativen, Vereinen und Geschäftsleuten – auch zwischen den beiden Zentren Dorf und Alter Bahnhof.  
Die DORFPOSTILLE stellt so etwas wie eine Klammer zwischen den beiden Zentren dar, was sich in der Berichterstattung als auch in der Anzeigenkundschaft zeigt.
Deswegen laden wir zu einer öffentlichen Veranstaltung ein, die wir als Impuls für weitere Aufbrüche in Langendreer verstehen. Lesen Sie unsere Einladung auf  S.28  bitte  sehr aufmerksam.
Die Ereignisse in Japan bewegen uns alle. Willi Wachsam geht in seinem Aufruf „Empört Euch!“ darauf ein. Wir haben den Bezug zu der Katastrophe in Japan im Text hervorgehoben. Seit der ersten DOPO vor dreißig Jahren warnen wir immer wieder vor den Gefahren der „friedlichen“ Nutzung der Atomenergie und ihren Folgen in Form von hochstrahlendem Atommüll, der weltweit nicht sicher entsorgt werden kann. Wir werden das auch weiter tun – besonders  im Gedenken an jene Menschen, die dieser Energiegewinnung bisher schon zum Opfer fielen…
Wir grüßen Sie ganz herzlich
Ihre Redaktion

Das Titelbild ist eine Montage, die sich auf den Artikel zum „Ehrenmal“ (S.5 ff.) bezieht. Wir danken Andreas Schmitt für Idee und Ausführung!
 
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Ehrenmal: Ganz ohne?

ehrenmal_1Nun ist der Kopf mal wieder weg. Zum zweiten Mal steht der Soldat des Kriegerdenkmals kopflos an der Kreuzung Unterstraße/Alte Bahnhofsstraße. Das erste Mal, 1987, war der Kopf über Nacht verschwunden und ist nie wieder aufgetaucht.
1992 wurde auf Beschluss der Bezirksvertretung an einer Seite des Denkmals ein Schild angebracht mit der Inschrift: Dieses Denkmal - 1929 errichtet und 1987 mutwillig zerstört - soll uns heute so Mahnmal gegen den Krieg und jede Art von Gewalt sein.
2004 wurde ein neuer Kopf montiert. Der neue Kopf hat es nur auf 6 Jahre gebracht. Denn in der Sturm- und Regennacht vor dem Volkstrauertag 2010 ist auch er vom Rumpf getrennt worden und seitdem unauffindbar. Es ist eine schöne Belohnung ausgelobt worden für die Rückgabe des Kopfes  und/oder für die Ergreifung der Täter. Bisher vergeblich.
So geht der Kopfkampf von Langendreer in eine neue Runde: Auf der einen Seite der Ehrenmalverein und auf der anderen Seite? Ja, wer spricht für die nimmermüden Kopfabkämpfer? Im Internet kursieren bekennerartige Schreiben aus der Antifaszene - aber nichts Genaues weiß man nicht.
Wer den Schaden  hat, braucht für  den Spott nicht zu sorgen und es ist leicht, die Anhänger des Kriegerdenkmals oder genauer des Ehrenmals zu schmähen. Da wird von „Bochumer Brauchtum“ oder „Langendreerer  Doppelkopfspielen“ schwadroniert.  Im Gegenzug werden die Kopfräuber als Dunkelmänner oder Vandalen tituliert.
Vielleicht lohnt ein Blick auf die Geschichte des Denkmals.
In den zwanziger Jahren sammelten die Krieger- und Landwehrvereine aus dem damals noch selbstständigen Amt Langendreer Geld  um an die Opfer des Krieges  1914-1918  zu erinnern. Die Ruhrbesetzung 1923 verhinderte die schnelle Realisierung und die Krieger- und Ehrenmalvereinigung wurde ab 1927 wieder aktiv. Allerdings gab es auch gleich Zoff mit der gewählten Gemeindevertretung, die den Wunsch das Denkmal auf dem Amtsplatz zu errichten ablehnte und auf den Friedhof verwies. Das passte den Dankmalerbauern ganz und gar nicht und nichts passierte, bis die Witwe Ober-Westermann das Baugrundstück stiftete. Damals hießen die Straßen noch Poststr./Kaiserstraße und heute Unterstraße/Alte Bahnhofstraße. Dort konnte gebaut werden und der Berliner Bildhauer Prof. Hans Dammann erhielt den Auftrag für die Skulptur.
ehrenmal_2Dammann war in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg der Spitzenmann für Krieger- und Ehrenmale. Über 60 Denkmale hat er in dieser Zeit entworfen und gebaut. Sein Langendreerer Soldat taucht so oder ähnlich an verschiedenen Denkmalen auf. So ist er am Kriegerdenkmal in Enger/Westfalen gut wiederzuerkennen. Doch statt des Gewehres in der  Hand umarmt er dort eine Mutter mit Kind beschützend. Auf dem Denkmal in Fürstenberg/Brandenburg sitzt der Soldat vornüber gebeugt auf einem Stein über einer Namenstafel der Gefallenen. Dammann konnte also auch anders, als in Langendreer ausgewählt. Hier hat der Soldat zwar den Helm abgenommen aber das Gewehr parat und steht bereit im Ausfallschritt. Dass dies eine Geste des Nachdenkens und der Besinnung ist, leuchtet nicht sofort ein. Tiefe Trauer um die vielen gefallenen Kameraden und getöteten Menschen sieht anders aus. Auf der Tafel hoch über dem Kopf des Soldaten wird  auf die hohe Zahl der Opfer dieses Weltkrieges hingewiesen, 956, und ihnen in Ehren ein Andenken versprochen, als das Denkmal am 28.7.1929 eingeweiht wurde. Auf der Rückseite ist damals ein Schriftzug aufgetragen worden mit den Worten: Einst kommt der Tag, da alle Welt euren Ruhm verkünden wird. Dieser Spruch atmet den damaligen Zeitgeist des Revanchismus und eines übersteigerten Nationalismus, der kurz darauf den Nationalsozialismus beförderte. Denn welcher Ruhm für welche Taten sollte verkündet werden? Dieser Spruch erscheint auch heute noch als der Geburtsfehler des Ehrenmals.
Natürlich stehen Denkmale in einem Zeitbezug, sie geben Zeugnis ihrer Zeit und helfen uns diese Zeit zu verstehen. Ziemlich unverständlich allerdings wurde es, als das Denkmal nach dem Zweiten Weltkrieg durch Anbringung der Jahreszahlen 1939-1945 auch an die Opfer aus der Zeit mit erinnern sollte. Der Spruch blieb und damit eine sicher so nicht gedachte Hoffnung, dass die Taten und Verbrechen der Wehrmacht einst ruhmvoll bedacht werden mögen. Das ist voll daneben.
Die Ehrenmalvereinigung, die noch heute Besitzer des Kriegerdenkmals ist, hätte diesen militaristischen Schriftzug schon längst beseitigen müssen, denn weder der Erste noch gar der Zweite Weltkrieg geben Anlass für diesen Text. Spätestens die anziehende Wirkung des Spruchs auf die NPD, die 2009 ihr Heldengedenken dort abhielt und auch gerne Kränze an anderen Ehrenmalen mit dem Spruch als Schleifenaufschrift ablegt, hätte die Vereinigung nachdenklich machen müssen.
Zum zweiten Male ist jetzt der Kopf ab. Und man braucht keine große prophetische Gabe um vorauszusagen: Auch wenn ein neuer Kopf teuer bezahlt und sicher montiert wird, in dieser Form und mit diesem Schriftzug wird es immer Menschen in und um Langendreer geben, die ihren Frieden mit dem Kriegerdenkmal nicht machen können.
Wenn es richtig ist, dass Denkmale ein Zeugnis ihrer Zeit sind, dann ist es sicher auch richtig das Denkmal für unsere Zeit, für das neue noch junge Jahrhundert zu erweitern und zu kommentieren.
ehrenmal_3Dass es auch anders geht oder gehen könnte, zeigen drei Ideen, die zur Zeit diskutiert werden:
1. Ohne Kopf: Der Soldat bleibt stehen, so wie er jetzt ist. Die Bronzetafel aus 1992 wird aus der Heimatstaube geholt und wieder angeschraubt und die rückseitige Inschrift abmontiert. Ein Soldat ohne Kopf ermuntert zum eigenen Nachdenken und aus der Störung/Zerstörung wächst Erkenntnis.
2. Der Soldat wird abmontiert und in die Heimatstube geschafft. Auch  die Backsteinsäule ist in ihrer strengen Form als Denk-Ehrenmal gut geeignet an die Kriege und die Toten zu erinnern und zum Frieden zu gemahnen. Die Erklärungstafel wird wieder angebracht, der Verklärungsspruch wird von der Rückseite demontiert. Diese Option hat Andreas Schmitt in seiner Fotomontage auf dem Titelblatt realisiert

3. Das gesamte Denkmal wird neugestaltet. Ein künstlerischer Wettbewerb ermittelt die beste Idee, wie eine zeitgemäße Erinnerung unter Einbeziehung der historischen Anlage aussehen könnte. Das Geld für einen solchen Wettbewerb ist besser angelegt als für eine nochmalige Kopfreparatur.      EL
 
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Naturparadies im Osten:


Der Ümmiger See

uemmingen_2Wer in diesen Frühlingstagen am Ümmiger See entlang spaziert, wird immer wieder überrascht sein von der wachsenden Gruppe der Naturfotografen, die gegenüber der Vogelinsel mit Stativ und schweren Objektiven auf der Lauer liegen. Sie suchen die Fischreiherkolonie nach Motiven ab und lassen sich auch nach Stunden des Stehens und Wartens nicht entmutigen, bis ihnen dann doch noch das Foto des Tages gelingt. Nirgendwo in NRW außer am Altrheinarm bei Leverkusen können sie so nah und ungestört  die großen Vögel fotografieren. Der Ümmiger See ist für Naturfotografen eine feste und beliebte Adresse.
Da sich viel am und um den See tut, ist es eine gute Zeit Bilanz zu ziehen und auch einen Ausblick zu wagen.
1974 begannen die Planungen den alten Landabsatzteich der Kohlewäsche nach dem Ende des Bergbaus umzugestalten. Die angeschwemmten Kohlenstaubreste aus den Kohlewäschen wurden früher immer wieder ausgebaggert, getrocknet und als Zuschlag für Heizwerke verkauft. Da nun kein Zufluss der schwarzen Brühe mehr zu erwarten war, begannen die Planungen und Ideen rund um die Teiche.
Bezirksbürgermeister Norbert Busche war von Anfang an an den Überlegungen beteiligt, ab 1975 auch als Mitglied der neuen Bezirksvertretung Ost. Er erinnert sich an heftige Diskussionen, da 2 Varianten auf dem Tisch lagen: Die Vertreter des Bochumer Ostens schlugen einen Natur- und  Erholungspark mit Gastronomie für den Bedarf der ortsansässigen Bevölkerung vor. Die Rathausplaner dachten an eine große Lösung mit Seecafe, Bootsverleih, Gocartrennbahn und Riesenrad, an einen Freizeitpark also mit großer Ausstrahlung bis ins Umland. Auch ein Angelplatz und eine Freilichtbühne waren geplant. Teile dieser Ideen wurden auch umgesetzt und sind in „Ruinen“ noch erkennbar. Aus dem Angeln wurde dann doch nichts, da die Wasserqualität nicht für für den Verzehr geeigneter Fische reichte. Die alten Zechen pumpten mit ihrer Wasserführung immer noch mit Eisen und Mangan belastete sehr warme Wasser in den See.
Auch der Harpener Bach war in den siebziger Jahren eine echte Kloake und belastete das Wasser zusätzlich. Allerdings war Windsurfen erlaubt und mancher Langendreerer hat in Ümmingen und nicht an der Costa Brava zum ersten Mal auf dem Surfbrett gestanden. Andere zuerst geplante Aktivitäten sind sanft entschlafen: Krocket, Bogenschießen oder die Kindereisenbahn und das Freiluftkegeln.
Heute nach über 35 Jahren hat sich der Ümmiger See zu dem Erholungsort im Osten etabliert.
Dazu beigetragen haben wesentliche Veränderungen. Die Wasserqualität ist gemessen an den Startjahren um 95% besser geworden. Regelmäßig misst das renommierte Fresenius-Institut und bescheinigt die Qualität. Am Einlauf des Harpener Baches ist eine feste Messstation installiert. Diese hat seit langer Zeit keinen Wasseralarm mehr ausgelöst.
uemmingen_1Wie gut jetzt die Wasserqualität des Harpener Baches ist, beweisen die Forellen, die beim Zulauf in dem verwirbelten Wasser stehen und sich augenscheinlich wohlfühlen. Zur verbesserten Qualität des Harpener Baches hat auch die Aufgabe vieler Haussickergruben beigetragen. Das nicht mehr belastete Wasser trägt wesentlich zur steigenden Qualität des Sees bei. Aber immer noch muss geprobt und geprüft werden, damit das sensible Ökosystem erhalten bleibt.

Fische und Vögel sind die ersten und sichtbaren Nutznießer dieser anhaltend guten Wasserqualität. Neben den Fischreihern, deren Kolonie auf der Vogelinsel seit Jahren wächst, leben Kormorane, Kanadagänse, Schwäne, Enten und Wildgänse friedlich, aber bestimmend am See. Die hohe Zahl der Enten und Gänse führt allerdings zu so starken Verunreinigungen der Liegewiesen, dass diese oft nicht zu benutzen sind. Der Streit zwischen Fütterfreunden und Sonnenhungrigen dauert an und erscheint unlösbar. Im Wasser des Sees leben u.a. Forellen, Aale und die großen Seekarpfen, die auch Amurkarpfen genannt werden. Diese aus China stammende Fischart kann bis zu 1,20m lang werden, Sie lieben das warme Wasser, das ständig zufließt und dafür sorgt, dass der See in der Mitte nie zufriert. Die Graskarpfen sind zur Bekämpfung der wuchernden Wasserpflanzen eingesetzt - mit gutem Erfolg. Die Wasserpflanzen wachsen kräftig auf dem Seegrund, da für sie durch das Füttern der Enten und Gänse immer weiter Nährstoffe abfallen. Das Füttern macht die Enten fett und die Wasserpflanzen groß
Füttern und Pflanzenwachstum tragen zur Verunreinigung des Sees bei. Auch Sedimentablagerungen verdicken den Seeboden. Obwohl in der Mitte des Sees das Wasser sehr schnell fließt und der See immer noch eine Tiefe von 1,80m aufweist, müsste der gesamte See ausgebaggert und entschlammt werden.
Hierfür das nötige Geld aufzubringen und den Ruhrverband zu überzeugen aktiv zu werden, wird eine Aufgabe der Bochumer Politik sein.
Mit einem Vorschlag für den Grünzug E/Neue Gärten Ruhr, der den Bereich der Harpener Teiche und des Ümmiger Sees neu ordnet, ist Stadtbaurat Dr. Kratzsch an die Öffentlichkeit getreten. Es sind gravierende Veränderungen, die insbesondere für Ümmingen vorgeschlagen werden:

1. Neue Zugänge mit besseren Parkmöglichkeiten werden im Norden nahe Suntums Hof und im Süden an der Kreuzung Wittener Straße/Unistraße geschaffen.
2. Der renaturierte  Harpener Bach wird offen an der Westseite um den See geleitet. Damit werden weitere Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen.
3. Eine neue Uferpromenade mit Sitzstufen am Wasser soll entstehen.
4. Die ehemaligen Betonterrassen an der Ostseite könnten zu einer grünen Insel, die über Stege erreichbar ist, umgebaut werden.
5. Die östliche Seeseite wird durch einen neu auf dem Höhenrücken angelegten Panoramaweg aufgewertet.
6. Spieleinrichtungen für Kinder sollen in der Nähe der Gastronomie ergänzt und neu geschaffen werden.
7. Südlich des Sees kann durch eine neue Wegführung im Bereich Ölbach eine weitere Naturzone für Flora und Fauna entstehen.

Das alles sind zur Zeit Vorschläge und Ideen. Die Diskussion hat begonnen und alle BürgerInnen sind eingeladen sich zu beteiligen.

Die Aufwertung des Ümminger Sees zu einem nachhaltigen Natur- und Freizeitgebiet für den gesamten Bochumer Osten ist auch weiterhin sein besonderes Anliegen, so  Bezirksbürgermeister Norbert Busche im Gespräch mit der DOPO. Für ihn war es ein weiter Weg von den ersten Planungen im Jahre 1974 bis heute.
Aber ohne immer wieder neu zu denken, zu entscheiden und anzupacken würde der Ümminger See vergammeln und untergehen.
EL
 
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„Heimatstube“ im Amtshaus:


Die Schatzkammer Langendreers

heimatstubeDa soll es doch tatsächlich noch Leute in Langendreer geben, die die „Heimatstube“ noch nicht besucht haben. Laut Umfrage auf der professionell gestalteten homepage dieser Langendreerer Einrichtung (www.heimatstube-langendreer.de) haben aber immerhin 50% der Homepagebesucher vor, dieser Schatzkammer Langendreers noch einen Besuch abzustatten.
Wir wollen dieses Ansinnen bestärken und zu einem Besuch einladen.
Seit 1995 existiert die Heimatstube im Keller des Amtshauses am Carl von Ossietzky-Platz 2 durch die Initiative der beiden Gründerväter Heinz Richard Gräfe und Friedhelm Vielstich, die normalerweise dienstags von 10 bis 12 Uhr in ihrem Museum zu finden sind. Ihre Motivation ist ungebrochen, die Sammlung an Exponaten zur Geschichte Langendreers und Wernes wächst ungebremst – und längst wäre es Zeit, den Dokumenten, Bannern, Büchern, Fotos, Plakaten, Kunstwerken, Plastiken usw. einen angemessenen Schauraum zur Verfügung zu stellen. Der Amtshauskeller platzt aus allen Nähten!
Aber die beiden Heimatstübler behalten den Überblick und können dem Besucher zu jedem Bierdeckel der Müser Brauerei, zu jedem Handwerkszeug aus dem Bergbau, zu jedem Foto aus den vergangenen Jahrhunderten passende Geschichten und Dönekes erzählen.
Zu den Ausstellungschwerpunkten gehören der Bergbau der Region, die Rolle der Bahn für Bochums Osten, Langendreerer Brauereien und Vereine, die bei Auflösung gern ihre Protokollbücher und Fahnen der Heimatstube überließen,  und natürlich Fotos aus der Geschichte von Langendreer und Werne, von denen eine Auswahl auch über die homepage angesehen werden kann.
Einzelbesucher und Besuchergruppen können sich auch telefonisch (H.R.Gräfe 283779, F.Vielstich 284577) oder per email ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) anmelden.
Wer sich für Langendreer und Werne interessiert, sollte einen Besuch in der Heimatstube nicht verpassen!
pawimö
 
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