Aktion Bobrujsk
Seit geraumer Zeit hilft der Arbeitskreis Bobrujsk der Evangelisch-Freikirchlichen-Gemeinden den Menschen in der weißrussischen Stadt Bobrujsk, die ca. 170 Km entfernt von Tschernobyl liegt und noch unter den Folgen der Reaktorkatastrophe leidet. Ein Langendreerer Gemeindemitglied informierte uns über die letzte Hilfsaktion: Uns wurde geholfen!
Hilfsgütertransport vom 2. – 12. Mai In unseren Aufrufen in den Gemeindebriefen heißt es immer: „Helft uns helfen“. Nachdem wir in der Nacht von Dienstag (10.05.) auf Mittwoch wohlbehalten und erschöpft von unserem 33. Hilfsgütertransport nach Weißrussland zurückgekehrt sind, können wir nur sagen: „Uns wurde geholfen!“. Wir danken unserem Gott für alle Bewahrung, Kraft und Hilfe, die wir erfahren haben. Dazu nur ein Beispiel: Am Donnerstag waren wir beim Zoll. Als wir dort den Zöllner trafen und freundlich begrüßten, der uns bei den beiden letzten Transporten wohlwollend kontrolliert hatte, sagte er uns, dass er heute nicht mitkommen könnte, da er eine andere Aufgabe habe. Die Kontrolle der Zollpapiere gestaltete sich jedoch so schwierig, dass wir erst am nächsten Tag unsere Fahrzeuge entladen konnten. Jetzt konnten auch der vertraute Zöllner und eine Frau dabei sein. Der neue Leiter der Zollstelle hatte angeordnet, dass alles genau gewogen und gezählt werden sollte. Für uns ist es aber praktisch gar nicht möglich, alles so genau anzugeben. Die beiden beauftragten Zöllner waren aber so wohlwollend, dass sie ohne kleinliche Nachprüfung unsere Angaben bestätigten. Die Zöllnerin hat durch die Zollkontrollen die Gemeinde kennen gelernt und war schon mehrfach im Gottesdienst.
Wir danken allen, die Sachen und Geld gespendet haben, dass dieser Transport erst möglich wurde. Obwohl wir diesmal nur große Fahrzeuge hatten, haben wir einen kleinen Rest an Windeln und Kleidung hier lassen müssen und können ihn erst beim nächsten Mal mitnehmen. Aber 310 große Säcke an Kleidung, 40 Säcke Schuhe, 200 Kartons Windeln und 30 Fahrräder konnten wir laden, insgesamt 9800 kg. Beim Besuch eines kleineren privaten Altenheimes konnten wir sehen, wie dringend die Windeln und die Kleiderspenden gebraucht werden. Wir konnten auch dieses Mal wieder 2600 € für die Kinder im Einzugsbereich der Gemeinde in Bobrujsk mitnehmen. Mit dem Geld kann den Kindern frisches unverstrahltes Obst gekauft werden. Bei unserem Besuch in zwei Dörfern konnten wir uns davon überzeugen, dass Kleidung und auch Geld bei den Menschen dort angekommen sind. Es wurde auch ein Haus renoviert und ein neuer Brunnen gegraben. Der nächste Hilfstransport ist für Anfang Oktober geplant. Horst Klingbeil
|